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Aus der Kategorie Rezepte, Videos von Stefan

23. Februar 2009

Käsekuchen-Eis

Käsekuchen erinnert irgendwie an die gute alte Zeit, an die kulinarische Sozialisierung. Als man während des Backens noch die Ofentür aufriß in der Hoffnung, es gäbe Klietsch*. Auch Anschreien sollte helfen. Am besten half jedoch meine Oma – jeder ihrer Kuchen war an irgendeiner Stelle klietschig. Während sie sich jedesmal bemühte, dies zu verhindert, liebten wir genau dies an ihren Kuchen.

Und das Käsekuchen-Eis erinnert mich daran. Vielleicht hängt mit seiner Textur zusammen oder seiner Schwere. Industrielle Eismacher schlagen gern Luft in die Eismasse. Sie wird dadurch für viele Konsumenten gefälliger; dabei ist Luft einfach nur eine preiswerte Zutat. Wir haben das natürlich nicht nötig. :)

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Das Rezept an sich ist eine simple Variation des Quark-Eis-Grundrezeptes. Jetzt aber Schritt für Schritt:

(1) 500 g Sahnequark mit 150 g weißen Zucker und einem Päckchen Vanillezucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Der Zucker sollte sich vollkommen aufgelöst haben.

(2) Jetzt noch den Saft einer halben Zitrone unterrühren…

(3) …gefolgt von 200 g geschlagener Sahne. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.

(4) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gut in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.

(5) Kurz vor dem Ende des werden noch 50-60 g Butterkekse (das ist etwa der Inhalt der normalen Packung) in Stückchen hinzugefügt und untergerührt. Guckst Du Video:

Die hier verwendeten De Beukelaer Bio-Butterkekse enthalten übrigens keine Eier; ist heutzutage leider fast schon die Ausnahme.

(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, sollte Quark und Sahne durch laktosefreie Sorten ersetzen. Das Milchpulver in den Keksen wird man auf diese Weise jedoch nicht los. Da hilft – wenn man auf die Kekse nicht verzichten möchte – nur selber backen.

Guten Appetit!

Hintergrundartikel:

Bewertungen zu dieser Eissorte:

  • Nico: 5 von 5 Sternen
  • Andrea: 5 von 5 Sternen
  • Malte: 5 von 5 Sternen
  • Andre: 5 von 5 Sternen
  • Stefan: 5 von 5 Sternen

Zutaten für dieses Eis:

* Unter Klietsch – keine Ahnung, ob das richtig geschrieben ist – verstehe ich Teig, der nicht richtig aufgeht bzw. nach dem Aufgehen wieder in sich zusammenfällt und dabei auf so leckere Art verdichtet.

Aus der Kategorie Rezepte, Videos von Stefan

20. Februar 2009

Oreo-Keks-Eis

Zugegeben, bis 2006 waren mir Oreo-Kekse überhaupt kein Begriff. Doch dann lagen sie stets griffbereit an der Kasse unseres bevorzugten Sternenbuck-Klones am Gänsemarkt in Hamburg, wohin sich eine kleine oder größere Gruppe Gestreßter regelmäßig zurückzog, um von unserem damaligen Internetprojekt Abstand zu gewinnen.

Und die Entwickler liebten Oreo-Kekse: Kakao -> Serotonin –> Glücksgefühl? Zumindest für eine paar Minuten? Anyway. Was lag also näher, als sie zu einer Eiscreme zu verarbeiten… :)

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Das Rezept an sich ist eine Variation des Hafermilch-Grundrezeptes und ein Klacks.

Jetzt aber Schritt für Schritt:

(1) 400 ml Hafermilch mit 100 g braunen Zucker in einen Topf geben und auf kleiner Stufe langsam bis zum Kochen erhitzen.

(2) Die Eismasse vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.

(3) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.

(4) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gut in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.

(5) Kurz vor dem Ende des werden noch 25 g Schokoladenraspel und 6 Oreo-Kekse (das ist der Inhalt der kleinen Packung) in Stücken hinzugefügt und untergerührt. Guckst Du Video:

(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, ist mit dieser Sorte nicht gut bedient, da die Schokolade als auch die Kekse zwangsweise immer Milchzucker ins Eis bringen wird.

Guten Appetit!

Hintergrundartikel:

Bewertungen zu dieser Eissorte:

  • Nico: 4 von 5 Sternen
  • Andrea: 5 von 5 Sternen
  • Malte: 5 von 5 Sternen
  • Stefan: nicht mein Fall :(

Zutaten für dieses Eis:

Aus der Kategorie Rezepte, Videos von Stefan

17. Februar 2009

Heidelbeer-Joghurt-Eis

Es begann alles mit einem Preisausschreiben.

Anlässlich eines Radiointerviews in der Sendung Trackback bei Fritz zu unserem Stadtbahn-Blog lobten wir einen Gewinnspiel aus, dessen Gewinner mit einer “Einladung zum leckeren Eis-Testen mit Stadtbahn-Blick bei uns an der Jannowitzbrücke” belohnt werden sollte.

Gesagt, getan and the Oscar goes to: @schuehsch.

Und Gesche wollte gern Heidelbeer-Eiscreme haben; Joghurt habe ich dann hinzugefügt. Am letzten Sonnabend war es denn soweit und neben Gesche waren noch andere Damen und Herren* zu uns gekommen, um in gut gelaunter Runde neben dem Heidelbeer-Eis auch noch einige andere Sorten zu verkosten. Jetzt aber zum Rezept.

Das Heidelbeer-Joghurt-Eis ist wiederum eine Variante des Joghurt-Eis-Grundrezeptes, hier auch unter Joghurt-Eis-Natur bekannt: Wir fügen kurz vor Ende des Eismachens noch passierte Konfitüre hinzu. Was es von den anderen Sorten jedoch unterscheidet, ist der Umstand, daß es keine Bilder gibt – es war einfach zuschnell “verkostet”. Na ja, ist ja ein gutes Zeichen… :)

Und so gibt es als Beweis seiner Existenz nur dieses Video, wie Gesche die passierte Heidelbeer-Konfitüre in die Eismasse swirlt:

Ein Anmerkung des Autors an dieser Stelle:

Ich habe passierte Heidelbeer-Konfitüre verwendet, damit keine Früchte in das Eis gelangen und man es deswegen auch einfrieren könnte. Sollten Sie beabsichtigen, dass gesamte Eis gleich nach der Herstellung aufzuessen, ist dies nicht natürlich nicht erforderlich. Die herausgesiebten Heidelbeeren ergeben mit geschlagener Sahne übrigens ein fantastisches Topping für die Eiscreme…

Das Rezept selbst ist denkbar einfach:

(1) Einen 500 g Becher Joghurt am besten über Nacht entwässern (ich bin sicher, man kann das ablaufende Wasser – es erinnert an Molke – wegen seiner Inhaltsstoffe noch weiterverwenden; ich kippe es allerdings meistens weg).

(2) Ist der Joghurt entwässert, so gibt man diesen in eine ausreichend große Schüssel, fügt 75 g weißen Zucker und den Saft einer halben Zitrone hinzu und rührt die Eismasse mit einem Schneebesen vorsichtig durch, bis sie eine gleichmäßige Konsistenz hat.

(3) Jetzt noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.

(4) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine.

(5) Wenn das Eis fast fertig ist, also etwa 5 Minuten vor Schluß, noch etwa 125 g Heidelbeer-Konfitüre mit einrühren lassen. Die Konfitüre wird so fast vollständig eingerührt werden; auf diese Weise gibt es eine schöne, gleichmäßige Farbe.

(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, muß nicht nur die Sahne durch laktosefreie ersetzen, sondern auch den Joghurt.

Guten Appetit!

Hintergrundartikel:

Bewertungen zu dieser Eissorte:

  • Gesche: 4 von 5 Sternen
  • Manuela: 4 von 5 Sternen
  • Corina: 4 von 5 Sternen
  • Matthias: 4 von 5 Sternen
  • Fengor: 4 von 5 Sternen
  • Malte: 4 von 5 Sternen
  • Nico: 5 von 5 Sternen
  • Stefan: 5 von 5 Sternen

Zutaten für dieses Eis:

* @bemme51 @fengor @searchparty @halbmalte @hagenburger @eiscrememann

Aus der Kategorie Rezepte, Videos von Stefan

3. Februar 2009

Mohneis

Achtung:

Wer beabsichtigt, in die Vereinigten Arabischen Emirate zu reisen, also zum Beispiel nach Dubai, der lese bitte vor Genuß des Mohneises im eigenen Interesse auch die Anmerkung am Ende dieses Artikels.

Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit!

Wer Mohnkuchen mag, wird dieses Eis lieben.

Es ist wie Mohnkuchen nur ohne diesen lästigen Kuchen – also Füllung pur! Die gekühlte Eismasse findet daher – dank ihrer geschmacklichen Vollkommenheit – zumindest in meinem Fall den Weg in die Eismaschine nicht ohne Verluste. Da es aber eine preiswerte Lust ist, empfehle ich, gleich etwas mehr zu machen. :)

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Das Rezept mit Mengenangaben für diejenigen, die sich beherrschen können:

(1) 400 ml Hafermilch mit 175 g braunen Zucker, 125 g gemahlenem Mohn und einem Päckchen Vanillezucker verrühren, aufkochen und gut 15 Minuten köcheln lassen. Ab und zu das Umrühren nicht vergessen.

(2) Die Eismasse vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.

(3) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben.

(4) Damit ist die Mohn-Eismasse bereit für Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gerade eben noch in einem Durchgang zu schaffen sein sollte. Sollte es zuviel Eismasse sein, na, Sie wissen schon… ;)

(5) Wer Rosinen mag, kann natürlich kurz vor Schluß noch 40 bis 50 g hinzufügen.

(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, sollte die Sahne durch laktosefreie ersetzen.

Guten Appetit!

The Making of: Mohn-Eis Part I

The Making of: Mohn-Eis Part II

Anmerkung:

Wie wir Anfang des Jahres der Presse entnehmen durften, steht Mohnsaat in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der Liste der verbotenen Substanzen [Link 1; Link 2; Link 3]. Jede Leidenschaft erfordert Opfer – ob jedoch ein mehrjähriger, staatlich gesponserter Aufenthalt in einer der lokalen Strafvollzugsanstalten noch im Rahmen des Akzeptablen liegt, möge jeder selbst für sich entscheiden, der nach Dubai muß, soll oder will.

Hintergrundartikel:

Bewertungen zu dieser Eissorte:

  • Nico: 4 von 5 Sternen
  • Malte: nicht mein Fall :(
  • Andre: 5 von 5 Sternen
  • Georg: 4 von 5 Sternen
  • Andrea: 5 von 5 Sternen
  • Stefan: 5 von 5 Sternen

Zutaten für dieses Eis:

Aus der Kategorie Eismaschinen & Technik, Videos, Wie geht das? von Stefan

27. Januar 2009

Gaggia Gelatiera Einsatz mit Eismasse befüllen

Meine Empfehlung zur Befüllung der Gaggia Gelatiera resultiert aus praktischer Erfahrung: Den Einsatz vorher aus der Eismaschine herausnehmen, den Quirl entfernen und dann ohne Hektik die Eismasse einfüllen. Dies hat zwei praktische Vorteile:

(1) Man sieht viel besser, wie viel Eismasse man einfüllt (mehr als 800 ml sollten es erfahrungsgemäß nicht sein, aber auch nicht weniger als 500 ml).

(2) Kleckern ist an dieser Stelle relativ unkritisch, sofern man es nicht schafft, die Eismasse durch die Öffnung der Welle des Quirls zu gießen. Das Malheur muß unbedingt vor dem Einsetzen des Einsatzes in die Gelatiera wieder entfernt werden, sonst gefriert die Eismasse in der Kühlflüssigkeit. Und dies ist wirklich lästig, weil die Eismasse so aller Voraussicht nach nicht richtig fest wird (Eis ist ein deutlich schlechterer Kälteleiter als Alkohol) und ggf. der Rührmechanismus nicht richtig funktioniert.

Und das Video zu den Befüllungstipps gibt es hier:

Post scriptum:

Hektik ist übrigens auch beim Festschrauben des Quirls nicht angesagt: Mir ist bereits einmal der Verschluß dabei in die Eismasse gefallen. Ist ein ziemlich klebriges Suchen… :)

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27. Januar 2009

Kühlung: Ohne Capt’n Jack läuft gar nichts

Wie im Beitrag über unsere wunderbare italienische Eismaschine Gaggia Gelatiera bereits berichtet, benötigt man für den Betrieb des Einsatzes ein Kühlmittel, welches die Kälte der Eismaschine an den Einsatz weitergibt. Da Luft ausgezeichnet isoliert, hilft nur eine Flüssigkeit und selbstmurmelnd ist dies nicht Wasser, sondern Alkohol. Unter Alkohol ist hier auch kein Brennspiritus zu verstehen, da dieser aus Steuergründen vergällt ist, wir aber ein Lebensmittel produzieren wollen.

Da bleiben nur zwei Möglichkeiten:

(1) Wenn Sie – wie der Autor – zu denjenigen gehören, die prinzipiell erst einmal keine Handbücher lesen, dann kaufen Sie in der Apotheke auf den letzten Drücker leicht gestreßt unvergällten Alkohol. Früher gab es diesen lose, heute wird er auch verpackt, z. B. als Desinfektionsmittel, angeboten. Und dies für nur 7,50 EUR pro 100 ml für eine 70 % Alkohol-Wasser-Lösung (ausreichend für etwa 4-5 Durchgänge).

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(2) Wenn Ihnen dies auf Dauer – wie dem Autor – zu teuer ist, dann sollten zu Capt’n Jack (lt. Kassenbon ein Übersee-Rum) greifen, den ich hier als Gattungsbegriff für Alkoholika mit mindestens 40 % Alkoholanteil verwenden möchte.

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Erworben wurde er für schlanke 5,49 EUR bei einem der großen Lebensmitteldiscounter; der Flascheninhalt reicht für etwa 35 Durchgänge. Der Dreisatz offenbart uns, daß die Capt’n Jack-Lösung die Kosten des Kühlens um satte 90 % gegenüber der Apothekenlösung auf etwa 16 Euro-Cent pro Durchgang reduziert.

Für diejenigen, die eine eher visuelle Informationsaufnahme bevorzugen, gibt es Capt’n Jack hier im Video:

Eine Anmerkung zum Schluß:

Capt’n Jack ist ein sehr ordentliches Kühlmittel zu einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis. Wie gesagt: Kühlmittel; ich bekomme bereits beim Öffnen des Drehverschlusses gern Kopfschmerzen. Wenn in irgendeinem Rezept daher Rum für die Aromatisierung von Früchten, z. B. der Rosinen im Vanille-Rum-Rosinen-Eis, benötigt wird, wählen Sie bitte eine hochwertigere Marke.

Niemand muss wegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie – z.B. wegen Laktose, Milchzucker oder Milcheiweiß bzw. Ei/Eier – auf leckere Eissorten verzichten. Machen Sie gute Eiscreme einfach selbst. Alles was Sie neben den Eisrezepten dafür brauchen, ist eine Eismaschine, wie etwa unsere italienische Gaggia Gelatiera. Sie werden schnell bemerken: Eismachen schafft Freude. Viel Vergnügen! ... Impressum, Ein WordPress-Blog