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Artikel-Schlagworte: „Mohneis“

Aus der Kategorie Rezepte, Videos von Stefan

3. Februar 2009

Mohneis

Achtung:

Wer beabsichtigt, in die Vereinigten Arabischen Emirate zu reisen, also zum Beispiel nach Dubai, der lese bitte vor Genuß des Mohneises im eigenen Interesse auch die Anmerkung am Ende dieses Artikels.

Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit!

Wer Mohnkuchen mag, wird dieses Eis lieben.

Es ist wie Mohnkuchen nur ohne diesen lästigen Kuchen – also Füllung pur! Die gekühlte Eismasse findet daher – dank ihrer geschmacklichen Vollkommenheit – zumindest in meinem Fall den Weg in die Eismaschine nicht ohne Verluste. Da es aber eine preiswerte Lust ist, empfehle ich, gleich etwas mehr zu machen. :)

Mohn-Eis_0667.JPG

Das Rezept mit Mengenangaben für diejenigen, die sich beherrschen können:

(1) 400 ml Hafermilch mit 175 g braunen Zucker, 125 g gemahlenem Mohn und einem Päckchen Vanillezucker verrühren, aufkochen und gut 15 Minuten köcheln lassen. Ab und zu das Umrühren nicht vergessen.

(2) Die Eismasse vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.

(3) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben.

(4) Damit ist die Mohn-Eismasse bereit für Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gerade eben noch in einem Durchgang zu schaffen sein sollte. Sollte es zuviel Eismasse sein, na, Sie wissen schon… ;)

(5) Wer Rosinen mag, kann natürlich kurz vor Schluß noch 40 bis 50 g hinzufügen.

(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, sollte die Sahne durch laktosefreie ersetzen.

Guten Appetit!

The Making of: Mohn-Eis Part I

The Making of: Mohn-Eis Part II

Anmerkung:

Wie wir Anfang des Jahres der Presse entnehmen durften, steht Mohnsaat in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der Liste der verbotenen Substanzen [Link 1; Link 2; Link 3]. Jede Leidenschaft erfordert Opfer – ob jedoch ein mehrjähriger, staatlich gesponserter Aufenthalt in einer der lokalen Strafvollzugsanstalten noch im Rahmen des Akzeptablen liegt, möge jeder selbst für sich entscheiden, der nach Dubai muß, soll oder will.

Hintergrundartikel:

Bewertungen zu dieser Eissorte:

  • Nico: 4 von 5 Sternen
  • Malte: nicht mein Fall :(
  • Andre: 5 von 5 Sternen
  • Georg: 4 von 5 Sternen
  • Andrea: 5 von 5 Sternen
  • Stefan: 5 von 5 Sternen

Zutaten für dieses Eis:

Aus der Kategorie Eismaschinen & Technik, Videos, Wie geht das? von Stefan

27. Januar 2009

Kühlung: Ohne Capt’n Jack läuft gar nichts

Wie im Beitrag über unsere wunderbare italienische Eismaschine Gaggia Gelatiera bereits berichtet, benötigt man für den Betrieb des Einsatzes ein Kühlmittel, welches die Kälte der Eismaschine an den Einsatz weitergibt. Da Luft ausgezeichnet isoliert, hilft nur eine Flüssigkeit und selbstmurmelnd ist dies nicht Wasser, sondern Alkohol. Unter Alkohol ist hier auch kein Brennspiritus zu verstehen, da dieser aus Steuergründen vergällt ist, wir aber ein Lebensmittel produzieren wollen.

Da bleiben nur zwei Möglichkeiten:

(1) Wenn Sie – wie der Autor – zu denjenigen gehören, die prinzipiell erst einmal keine Handbücher lesen, dann kaufen Sie in der Apotheke auf den letzten Drücker leicht gestreßt unvergällten Alkohol. Früher gab es diesen lose, heute wird er auch verpackt, z. B. als Desinfektionsmittel, angeboten. Und dies für nur 7,50 EUR pro 100 ml für eine 70 % Alkohol-Wasser-Lösung (ausreichend für etwa 4-5 Durchgänge).

Wie-mache-ich-das-Kuehlmittel-Alkohol-Apotheke_0494.JPG

(2) Wenn Ihnen dies auf Dauer – wie dem Autor – zu teuer ist, dann sollten zu Capt’n Jack (lt. Kassenbon ein Übersee-Rum) greifen, den ich hier als Gattungsbegriff für Alkoholika mit mindestens 40 % Alkoholanteil verwenden möchte.

Wie-mache-ich-das-Kuehlmittel-Alkohol-Captain-Jack_0829.JPG

Erworben wurde er für schlanke 5,49 EUR bei einem der großen Lebensmitteldiscounter; der Flascheninhalt reicht für etwa 35 Durchgänge. Der Dreisatz offenbart uns, daß die Capt’n Jack-Lösung die Kosten des Kühlens um satte 90 % gegenüber der Apothekenlösung auf etwa 16 Euro-Cent pro Durchgang reduziert.

Für diejenigen, die eine eher visuelle Informationsaufnahme bevorzugen, gibt es Capt’n Jack hier im Video:

Eine Anmerkung zum Schluß:

Capt’n Jack ist ein sehr ordentliches Kühlmittel zu einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis. Wie gesagt: Kühlmittel; ich bekomme bereits beim Öffnen des Drehverschlusses gern Kopfschmerzen. Wenn in irgendeinem Rezept daher Rum für die Aromatisierung von Früchten, z. B. der Rosinen im Vanille-Rum-Rosinen-Eis, benötigt wird, wählen Sie bitte eine hochwertigere Marke.

Aus der Kategorie Rezepte von Stefan

27. Januar 2009

Wohin mit dem Eis?

Eine gute Frage. Ich produziere auf einen Rutsch immer gleich vier bis fünf Sorten – sonst ist der Organisationsaufwand einfach zu groß. Außerdem bereite ich die Eismassen Zuhause vor, schleppe sie dann jedoch ins Büro. Dort steht die Gaggia Gelatiera, nur dort gibt es genügend Abnehmer für das Eis (ich werfe nur sehr ungern Lebensmittel fort).

Zu all möglichen Zwecken nutze ich daher gern die Clip & Close genannte Serie an Plastikboxen bzw. Frischhaltedosen des Herstellers EMSA. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Größen – darunter die sehr praktischen 0,45 l und 1,1 l Boxen (siehe Abbildungen) – und Formen. Vor allen Dingen sind die Boxen aber wegen einer Gummilippe absolut dicht: es tropft nichts heraus. Sie lassen sich gut stapeln und können im Temperaturintervall von -40 Grad Celsius bis +110 Grad Celsius benutzt werden. Außerdem dürfen sie in die Mikrowelle und die Spülmaschine.

Nicht unbedingt Kauf entscheidend aus meiner Sicht sind hingegen:

(1) 30 Jahre Garantie durch EMSA. Wobei ich mich frage, ob sich das Einsenden im Falle eines Falles wirklich lohnt, denn die kleine Box kostet 3,00 EUR und die große 3,95 EUR – da übersteigen die Transportkosten ja die Schadenshöhe, von der Lauferei zum gelben Riesen einmal ganz zu schweigen.

(2) Der Red-Dot-Award für gutes Industrie-Design. Immerhin aber eine ordentliche Beigabe. :)

Das Thema Lagerung greift übrigens auch der Artikel Wann ist das Eis am besten? auf.

Post scriptum:

Die Clip & Close-Dosen in Aktion gibt es auf diesem Video:

Aus der Kategorie Rezepte von Stefan

27. Januar 2009

Grundrezept für Milcheis ohne Kuh-Milch und ohne Eier

Das Grundrezept für Hafer-Milcheis erfordert zwar wie beim klassischen Milchspeiseeis das Erhitzen einiger Zutaten. Dafür ist es jedoch Zeit sparend und mit weniger handwerklichen Tücken behaftet: Man kann mangels Eiern in der Eismasse kein Rührei produzieren und braucht daher auch kein Kochthermometer.

Als Milchersatz verwende ich in der Regel Hafermilch. Zum einen vertrage ich Sojamilch ebenfalls nicht. Zum anderen hat Hafermilch eine angenehme, dezente Grundsüße.  Die Hafermilch wird dabei langsam in einem Topf oder einer Pfanne bis zum Köcheln  erhitzt, um den Zucker und ggf. andere Zutaten wie Vanillezucker oder Marzipan aufzulösen.

Bei vielen Rezepten wird gleichzeitig noch „Geschmack“ hinzu gegeben, um die Eisgrundmasse bei dieser Gelegenheit zu aromatisieren. Zum Beispiel werden beim Mohneis gemahlener Mohn oder bei den Tee-Eissorten Teeblätter oder -beutel in diesem Schritt mitgekocht.

Enthält das Rezept noch ein Bindemittel, z. B. Johannisbrotkernmehl, so wird dieses am Ende des Erhitzens unter die Milchmasse gerührt, damit diese hinterher eindicken kann. Danach läßt man die Masse dann abkühlen, bevor sie im Kühlschrank so weit als möglich heruntergekühlt wird. Ist die Eismasse richtig kalt, hebt man noch geschlagene Sahne vorsichtig darunter – und fertig ist die Eismasse für die Eismaschine.

Anmerkungen:

(1) Ein Versuch mit Reismilch steht noch auf dem Programm – vielleicht mit Rundkornreis (ich kenne ihn auch als „Milchreis“) in der Eismasse?

(2) Da sich über Geschmack bekanntlich nicht streiten läßt – und dies trifft insbesondere den Zucker- und Sahnegehalt bzw. die Stärke des Aromas zu – können die Rezepte auch gut den eigenen Vorlieben angepaßt werden: ein wenig mehr Zucker oder etwas weniger „Geschmack“ und schon hat man eine neue Sorte! Viel Spaß beim Ausprobieren, denn Kochen ist bekannterweise keine Wissenschaft, sondern Erfahrungssache. :)

(3) Das unter (2) gesagt trifft natürlich auch alle anderen Dinge zu, die man in die Eiscreme hineinrühren kann – der Fantasie sind hier sicherlich keine Grenzen gesetzt.

(4) Die Eismasse mit Sahne sollte übrigens an sich bereits schmackhaft sein, sonst wird sie in der Eismaschine nicht unbedingt besser. Wenn die Eismasse dabei einen Tick zu süß ist oder zuviel Aroma hat, macht dies nichts. Im Gegenteil: wäre es anders, würde das Eis nicht süß und aromatisch, sondern eher ein wenig fade schmecken.

(5) Während Hafermilch von sich aus keine Laktose – oder Milchzucker – enthält, verhält es sich mit der Sahne entsprechend anders. Wer also an Laktoseintoleranz leidet, müßte die normal Sahne durch milchzuckerfreie Sahne ersetzen. Mit Sahneersatz auf pflanzlicher Basis habe ich bisher allerdings noch nicht experimentiert.

Hintergrundartikel:

Niemand muss wegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie – z.B. wegen Laktose, Milchzucker oder Milcheiweiß bzw. Ei/Eier – auf leckere Eissorten verzichten. Machen Sie gute Eiscreme einfach selbst. Alles was Sie neben den Eisrezepten dafür brauchen, ist eine Eismaschine, wie etwa unsere italienische Gaggia Gelatiera. Sie werden schnell bemerken: Eismachen schafft Freude. Viel Vergnügen! ... Impressum, Ein WordPress-Blog