Vanille-Eis – der Klassiker schlechthin. Die weltweit populärste Eissorte. So genau überprüfen läßt sich das auf die Schnelle nicht, tut dem wunderbaren Geschmack der Sorte aber keinen Abbruch.
Das Rezept ist eine Variation des Hafermilch-Grundrezeptes und verwendet das natürliche Aroma einer Vanilleschote. Alternativ läßt es sich auch mit Vanillezucker oder Vanillearoma machen. Hängt auch ein wenig von denjenigen ab, denen das Eis serviert werden soll – nicht überall wird die schwarze Bourbon-Vanille ungeteilt als Qualitätsmerkmal geschätzt.
Die Umsetzung ist einfach:
(1) 300 ml Hafermilch mit 100 g weißen Zucker, dem Mark einer halben Vanilleschote und den beiden Schotenhälften in einen Topf geben und auf kleiner Stufe langsam bis zum Kochen erhitzen. 10 Minuten sanft köcheln lassen.
(2) Die Eismasse vom Herd nehmen, die beiden Schotenhälften herausnehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl einrühren. Erkalten lassen.
(3) Nach dem Abkühlen der Eismasse 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(4) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gut in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.
(5) Kurz vor dem Ende des werden noch 30 gRum-Rosinen (abtropfen lassen) hinzugefügt und untergerührt.
(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, sollte die Sahne durch laktosefreie ersetzen.
Ingwer ist eine wunderbare Wurzel: Die Schärfe, die beim Sushi-Essen so angenehm erfrischt und auf den nächsten Happen vorbereitet, harmoniert ausgezeichnet mit Süße – insbesondere, wenn diese das Eis spurenweise durchzieht:
Das Rezept ist eine Variation des Hafermilch-Grundrezeptes und in der Umsetzung einfach:
(1) 350 ml Hafermilch mit 125 g weißem Zucker in einen Topf geben, 30 g frischen Ingwer – geschält und in dünnen Scheiben geschnitten – hinzufügen, auf kleiner Stufe langsam bis zum Kochen erhitzen und anschließen auf der ausgeschalteten Platte 15 min ziehen lassen. Zum Schluß die Ingwerstückchen wieder herausfischen.
(2) Die Eismasse jetzt noch einmal aufkochen und dann etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.
(3) Nach dem Abkühlen der Eismasse 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(4) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gut in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.
(5) Kurz vor dem Ende des Rührens werden noch 50 gIngwerkonfitüre hinzugefügt und untergerührt.
(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, sollte die Sahne durch laktosefreie ersetzen.
Klingt eher nach einer winterlichen Verzweifelungstat, ist aber im Fall von Ananas-Eis die einzige Möglichkeit. Denn die Frucht enthält im frischen Zustand ein Enzym, welches zu unschönen Gerinnungseffekten führt.
Daher unbelastet von einem etwaigen schlechten Gewissen mit einer Dose Ananasfrüchte frisch an Eis-Werk:
Das Rezept ist wieder eine Variation des Hafermilch-Grundrezeptes:
(1) 400 ml Hafermilchwerden mit 125 g weißen Zucker in einen Topf geben und auf kleiner Flamme langsam bis zum Aufkochen erhitzen.
(2) Die heiße Hafermilch jetzt vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren und anschließend durch ein Teesieb seihen. Erkalten lassen.
(3) In der Zwischenzeit 200 g Ananasstücke aus der Dose abtropfen lassen und so fein als möglich pürieren und mit dem Saft einer halben Zitrone versetzen. Ggf. ebenfalls durch ein Teesieb seihen und dann unter die abgekühlte Eismasse heben.
(4) Jetzt noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(5) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gut in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.
(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, sollte die Sahne durch laktosefreie ersetzen. Vorsicht ist auch mit der Schokolade geboten.
Anmerkung: Wer die Grundmasse jetzt einige Zeit köcheln läßt, reduziert den Alkoholanteil. Ich kann jedoch nicht sagen, wie lange dies zu geschehen hat, um den Alkohol weitgehend zu entfernen.
(2) Die Eismasse vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.
(3) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(4) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gut in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.
(5) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, ist mit dieser Sorte nicht gut bedient, da die Sahne im Likör zwangsweise immer Milchzucker ins Eis bringen wird.
Ich liebe Marzipan – in allen Variationen: als Rohmasse, mit Schokolade, mit Rum-Aroma, in Form von Broten, Kartoffeln oder Pralinen. Und habe es seit mindestens einem Vierteljahrhundert nicht mehr gegessen. Nach einer Zeit ist man der Meinung, man könnte mit dem “Ich möchte es gern essen, darf es aber nicht” problemlos umgehen. Dem ist aber nicht unbedingt so. Auf gar keine Fall werde ich z. B. noch einmal das Niederegger-Café in Lübeck besuchen.
Und ich gebe zu, ich war versucht, ein wenig von der Eismasse zu probieren:
Das Rezept an sich ist nicht weiter aufwendig; die meiste Geduld kostet es, die Marzipanrohmasse langsam in der Hafermilch aufzulösen. Jetzt aber Schritt für Schritt:
(1) 300 ml Hafermilch mit 125 g braunen Zucker in einen Topf geben und auf kleiner Stufe langsam erhitzen.
(2) Danach 100 g Marzipanrohmassein kleine Stückchen schneiden und zu der Hafermilch geben. Wenn alles Marzipan im Topf ist, die Masse mit einem Schneebesen rühren bis sich das Marzipan aufgelöst hat. Die Eismasse sollte heiß werden, jedoch nicht aufkochen.
(3) Die Marzipaneismasse vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.
(4) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(5) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gut in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.
(6) Wenn das Eis fast fertig ist, also etwa 1-2 Minuten vor Schluß, noch etwa 50 g Schokoladenraspel mit einrühren lassen. Am einfachsten macht man diese aus guter Edel-Bitter-Schokolade selbst, indem man mit einem Messer von einer Rippe versucht, dünne Scheiben abzuschneiden. Dabei entstehen die Raspeln praktischerweise von selbst. Wenn man lieber Schokoladenstückchen hat, empfehle ich eine Schokoladensorte mit geringerem Kakaoanteil – z. B. Vollmilch – da man diese besser schneiden kann.
(7) Man kann zusammen mit der Schokolade natürlich auch noch weitere Marzipanrohmasse mit in die Eiscreme rühren.
(8) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, muß nicht nur die Sahne durch laktosefreie ersetzen, sondern auch die Schokoladenraspeln kritisch prüfen. Die von mir in diesem Rezept verwendete Ritter Sport-Schokolade ist nicht laktosefrei; das Kakaopulver hingegen schon.
Hagebuttenteeist bei mir so lange ich denken kann negativ besetzt. Das hängt vermutlich mit seinem Vitamin-C-Gehalt zusammen, welcher der Frucht zugesagt wird und ihn deswegen automatisch gesundheitsfördernd macht, insbesondere bei Erkältungen. Und die gute Eignung der Hagebuttensaat als Juckpulver sei hier nur am Rande erwähnt.
So ist diese Eiscremesorte daher auch eher aus Frust geboren, denn aus echter Zuneigung zur Frucht. Mir fehlte letzten Mittwoch schlicht eine fünfte Sorte, vorzugsweise auf Hafermilchbasis, als mein Blick auf den Hagebutten-Hibiscus-Tee fiel und für anteilige 0,35 € löste sich das Problem unerwartet in Wohlgefallen auf. Denn das Eis hat nicht nur eine sehr schöne Farbe, sondern auch einen überraschend erfrischenden Geschmack.
Kurz:
Der Tee geht zwar gar nicht, das Eis hingegen sehr wohl.
Das Rezept ist nicht weiter aufwendig – einfach einen sehr kräftigen Tee kochen und hinterher in die Eismaschine:
(2) Danach werden 10 Beutel Hagebutten-Hibiscus-Tee für 10 Minuten zum Ziehen in die heiße Hafermilch gelegt.
(3) Die Eismasse anschließend vom Herd nehmen und etwa 1 gJohannisbrotkernmehl unterrühren. Durch ein Teesieb seihen und erkalten lassen.
(4) Nach dem Erkalten noch den Saft einer halbenZitrone hinzufügen…
(5) …und dann noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(6) Damit ist die Eismasse bereit für Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es in einem Durchgang gut zu schaffen ist.
(7) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, muß die Sahne durch laktosefreie ersetzen.
Wer beabsichtigt, in die Vereinigten Arabischen Emirate zu reisen, also zum Beispiel nach Dubai, der lese bitte vor Genuß des Mohneises im eigenen Interesse auch die Anmerkung am Ende dieses Artikels.
Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit!
Wer Mohnkuchen mag, wird dieses Eis lieben.
Es ist wie Mohnkuchen nur ohne diesen lästigen Kuchen – also Füllung pur! Die gekühlte Eismasse findet daher – dank ihrer geschmacklichen Vollkommenheit – zumindest in meinem Fall den Weg in die Eismaschine nicht ohne Verluste. Da es aber eine preiswerte Lust ist, empfehle ich, gleich etwas mehr zu machen.
Das Rezept mit Mengenangaben für diejenigen, die sich beherrschen können:
(1) 400 ml Hafermilch mit 175 g braunen Zucker, 125 g gemahlenem Mohn und einem Päckchen Vanillezucker verrühren, aufkochen und gut 15 Minuten köcheln lassen. Ab und zu das Umrühren nicht vergessen.
(2) Die Eismasse vom Herd nehmen und etwa 1 gJohannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.
(3) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben.
(4) Damit ist die Mohn-Eismasse bereit für Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gerade eben noch in einem Durchgang zu schaffen sein sollte. Sollte es zuviel Eismasse sein, na, Sie wissen schon…
(5) Wer Rosinen mag, kann natürlich kurz vor Schluß noch 40 bis 50 g hinzufügen.
(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, sollte die Sahne durch laktosefreie ersetzen.
Guten Appetit!
The Making of: Mohn-Eis Part I
The Making of: Mohn-Eis Part II
Anmerkung:
Wie wir Anfang des Jahres der Presse entnehmen durften, steht Mohnsaat in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der Liste der verbotenen Substanzen [Link 1; Link 2; Link 3]. Jede Leidenschaft erfordert Opfer – ob jedoch ein mehrjähriger, staatlich gesponserter Aufenthalt in einer der lokalen Strafvollzugsanstalten noch im Rahmen des Akzeptablen liegt, möge jeder selbst für sich entscheiden, der nach Dubai muß, soll oder will.
Tee-Eis ist eine Offenbarung, wenn man das Feine, das Sublime schätzt. Also eher nichts für eine Horde von Kiddies, die es farblich grell und geschmacklich, nun, sagen wir: selten, schlumpfig oder überspitzt mögen.
Das Rezept ist einfach, weil der verwendete Tee – Orange Lu Dao– ein mit Orangenöl aromatisierter grüner Bio-Tee von bester Qualität ist. Einfach Tee kochen und hinterher in die Eismaschine:
(2) 10 bis 12 g Orange Lu Dao Tee in einen Teebeutel füllen und für 10 Minuten zum Ziehen in die heiße Hafermilch legen.
(3) Die Eismasse vom Herd nehmen und etwa 1 gJohannisbrotkernmehl unterrühren. Durch ein Teesieb seihen und erkalten lassen.
(4) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 150 g Sahne schlagen und darunterheben. Ein ganzer Becher wäre an dieser Stelle einfach zu viel des Guten. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(5) Damit ist die Eismasse bereit für Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gerade eben noch in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.
(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, muß die Sahne durch laktosefreie ersetzen.
Der Eisklassiker schlechthin. Und eine besondere Herausforderung – denn ich vertrage keinen Kakao. *Sigh*
Also, nix mit selbst Abschmecken, sondern einfach das nahe liegende Rezept ausprobieren. Und dieses scheint den Geschmack unserer Jury getroffen zu haben…
Das Rezept an sich ist nicht weiter aufwendig; die meiste Zeit brauchte es, das Kakaopulver zu besorgen:
(2) Parallel hierzu 20 g Kakaopulver(schwach entölt) mit etwa 50 ml Hafermilch glattrühren (es muß eine gleichmäßige Masse ohne Klümpchen sein).
(3) Die Kakaomasse in die Hafermilch einrühren und 2-3 Minuten auf dem Herd stehenlassen, jedoch nicht mehr aufkochen.
(4) Die Schokoladeneismasse vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.
(5) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(6) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gerade eben noch in einem Durchgang zu schaffen sein sollte. Sollte es dennoch zuviel sein, einfach die überschüssige Schokoladeneismasse vorher verkosten; hilft auch über die 25 Minuten hinweg, bis das Eis fertig ist.
(7) Wenn das Eis fast fertig ist, also etwa 1-2 Minuten vor Schluß, noch etwa 30-40 g Schokoladenraspel mit einrühren lassen. Am einfachsten macht man diese aus guter Edel-Bitter-Schokolade selbst, indem man mit einem Messer von einer Rippe versucht, dünne Scheiben abzuschneiden. Dabei entstehen die Raspeln praktischerweise von selbst.
(8) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, muß nicht nur die Sahne durch laktosefreie ersetzen, sondern auch die Schokoladenraspeln kritisch prüfen. Die von mir in diesem Rezept verwendete Ritter Sport-Schokolade ist nicht laktosefrei; das Kakaopulver hingegen schon.
Niemand muss wegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie –
z.B. wegen Laktose, Milchzucker oder Milcheiweiß bzw. Ei/Eier – auf leckere Eissorten verzichten. Machen Sie gute Eiscreme einfach selbst. Alles was Sie neben den
Eisrezepten dafür brauchen, ist eine Eismaschine, wie etwa unsere
italienische Gaggia Gelatiera. Sie werden schnell bemerken: Eismachen schafft Freude. Viel Vergnügen! ... Impressum, Ein WordPress-Blog