Spaß beiseite, die Lage war ernst: Ich kochte abends Schokoladeneis und stellte fest, daß keine Johannisbrotkernmehl im Hause war. Was tun? Nicht lange gefackelt, sondern die Apfelpektin-Konfitüren-Einmachmischung genommen.
Was als Notbehelf startete, entpuppte sich dann beim Verkosten als Innovation: @dasKerst und @hagenburger bemerkten, daß der Unterton der Fruchtsäure sie an Sachertorte erinnern würde. Cool! Hatte zwar keine Aprikosenkonfitüre zur Hand – bestimmt aber beim nächsten Mal!
Übrigens, Kersten ist der talentierteste Schokoladenstückchenhinzufüger, den ich bisher kennenlernen durfte. Guckst Du:
Zugegeben, bis 2006 waren mir Oreo-Kekse überhaupt kein Begriff. Doch dann lagen sie stets griffbereit an der Kasse unseres bevorzugten Sternenbuck-Klones am Gänsemarkt in Hamburg, wohin sich eine kleine oder größere Gruppe Gestreßter regelmäßig zurückzog, um von unserem damaligen Internetprojekt Abstand zu gewinnen.
Und die Entwickler liebten Oreo-Kekse: Kakao -> Serotonin –> Glücksgefühl? Zumindest für eine paar Minuten? Anyway. Was lag also näher, als sie zu einer Eiscreme zu verarbeiten…
Das Rezept an sich ist eine Variation des Hafermilch-Grundrezeptes und ein Klacks.
Jetzt aber Schritt für Schritt:
(1) 400 ml Hafermilch mit 100 g braunen Zucker in einen Topf geben und auf kleiner Stufe langsam bis zum Kochen erhitzen.
(2) Die Eismasse vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.
(3) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(4) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gut in einem Durchgang zu schaffen sein sollte.
(5) Kurz vor dem Ende des werden noch 25 gSchokoladenraspel und 6 Oreo-Kekse (das ist der Inhalt der kleinen Packung) in Stücken hinzugefügt und untergerührt. Guckst Du Video:
(6) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, ist mit dieser Sorte nicht gut bedient, da die Schokolade als auch die Kekse zwangsweise immer Milchzucker ins Eis bringen wird.
Der Eisklassiker schlechthin. Und eine besondere Herausforderung – denn ich vertrage keinen Kakao. *Sigh*
Also, nix mit selbst Abschmecken, sondern einfach das nahe liegende Rezept ausprobieren. Und dieses scheint den Geschmack unserer Jury getroffen zu haben…
Das Rezept an sich ist nicht weiter aufwendig; die meiste Zeit brauchte es, das Kakaopulver zu besorgen:
(2) Parallel hierzu 20 g Kakaopulver(schwach entölt) mit etwa 50 ml Hafermilch glattrühren (es muß eine gleichmäßige Masse ohne Klümpchen sein).
(3) Die Kakaomasse in die Hafermilch einrühren und 2-3 Minuten auf dem Herd stehenlassen, jedoch nicht mehr aufkochen.
(4) Die Schokoladeneismasse vom Herd nehmen und etwa 1 g Johannisbrotkernmehl unterrühren. Erkalten lassen.
(5) Nach dem Abkühlen der Eismasse noch 200 g Sahne schlagen und darunterheben. Die Eismasse kann nun im Kühlschrank vorgekühlt werden. Je nach Kühlschrank dauert dies ein bis zwei Stunden.
(6) Danach ist die Eismasse bereit für die Eismaschine. Die Menge ist so groß, daß es gerade eben noch in einem Durchgang zu schaffen sein sollte. Sollte es dennoch zuviel sein, einfach die überschüssige Schokoladeneismasse vorher verkosten; hilft auch über die 25 Minuten hinweg, bis das Eis fertig ist.
(7) Wenn das Eis fast fertig ist, also etwa 1-2 Minuten vor Schluß, noch etwa 30-40 g Schokoladenraspel mit einrühren lassen. Am einfachsten macht man diese aus guter Edel-Bitter-Schokolade selbst, indem man mit einem Messer von einer Rippe versucht, dünne Scheiben abzuschneiden. Dabei entstehen die Raspeln praktischerweise von selbst.
(8) Achtung: Wer Laktose – oder Milchzucker – nicht verträgt, muß nicht nur die Sahne durch laktosefreie ersetzen, sondern auch die Schokoladenraspeln kritisch prüfen. Die von mir in diesem Rezept verwendete Ritter Sport-Schokolade ist nicht laktosefrei; das Kakaopulver hingegen schon.
Niemand muss wegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie –
z.B. wegen Laktose, Milchzucker oder Milcheiweiß bzw. Ei/Eier – auf leckere Eissorten verzichten. Machen Sie gute Eiscreme einfach selbst. Alles was Sie neben den
Eisrezepten dafür brauchen, ist eine Eismaschine, wie etwa unsere
italienische Gaggia Gelatiera. Sie werden schnell bemerken: Eismachen schafft Freude. Viel Vergnügen! ... Impressum, Ein WordPress-Blog