Das Grundrezept für Joghurt-Eis ist nicht sehr arbeitsaufwendig:
Den Joghurt am besten über Nacht im Kühlschrank eindicken lassen – er verliert hierbei gut 300 ml Flüssigkeit – und am nächsten Morgen mit den weiteren Zutaten verrühren, bis die Masse cremig und von gleichmäßiger Konsistenz ist. Der Zucker sollte sich jetzt vollständig aufgelöst haben. Dann noch die geschlagene Sahne vorsichtig darunter heben – und fertig ist die Masse für die Eismaschine.
Anmerkungen:
(1) Anfänglich verwendete ich für die Joghurt-Eis-Rezepte zwei 500 ml Becher Vollmilchjoghurt, so daß am Ende meistens deutlich mehr Eismasse (meistens etwa 1.000 ml) vorhanden war, als die Eismaschine in einem Durchgang verarbeiten konnte . Die Restmenge konnte dann z. B. in einem zweiten Durchgang zu Eiscreme verwandelt werden, schmeckte aber auch vorher als Dessert schon ganz gut.
Mittlerweile habe ich die meisten Rezepturen auf die Verwendung eines 500 ml Bechers umgestellt und kann so gleich zwei Sorten in einem Durchlauf herstellen.
(2) Mit ein wenig Übung dauern die Arbeitsschritte zusammen nicht mehr als 20 Minuten, es sei denn, der „Geschmack“ ist etwas aufwendiger vorzubereiten, z. B. weil Fruchtsaft reduziert werden muß, wie beim Quitten-Joghurt-Eis.
(3) Der Bio-Joghurt, den ich gern verwende, zeichnet sich durch eine besondere Sämigkeit aus, obwohl er keine Bindemittel wie z. B. Gelatine enthält. Dadurch bekommt die Eismasse selbst auch eine gute Konsistenz.
(4) Der Bio-Joghurt ist außerdem angenehm säuerlich erfrischend. Ideal bringt sich die Milchsäure geschmacklich in das Eis ein, wenn zudem das Aroma richtig wählt ist. Im Fall von Kiba-Joghurt-Eis klappt dies perfekt; Marzipan-Joghurt-Eis war in dieser Hinsicht jedoch eher ein Ausfall. Na ja, kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis.
Hintergrundartikel:
- Über Fragen Bio oder Discounter? bzw. Darf Sahne ins Eis? und anderen Dogmen.
- Und abschließend geht es um die Fragen: Wann ist das Eis am besten? und Wie lagere ich es?
Schlußbemerkungen:
Da Vollmilch-Joghurt bis zu 3,3 g Milcheiweiß pro 100 ml enthält, in den meisten Fällen auch noch Sahne hinzukommt, sollten sich Menschen mit einer starken Milcheiweiß-Unverträglichkeit bei dieser Eisart eher zurückhalten.
Wer an einer Laktose-Intoleranz leidet, sollte auf laktosefreien Joghurt bzw. Sahne umstellen.



Thomas Grawert
11. Juli 2009
15:42 Uhr
Hallo Stefan,
erstmal ein riesengroßes DANKE für diese Webseite.
Dann hätte ich aber auch gleich eine Frage: Wenn ich Joghurt-Eis nach Deinem Grundrezept „auf Vorrat“ herstelle, wird das Eis im Gefrierschrank steinhart. Kennst Du eine Möglichkeit, wie man Eiscreme ansatzweise so sämig hinbekommt, wie das bei kommerziellen Sorten gelingt?
Viele Grüße
Thomas
Stefan
12. Juli 2009
12:57 Uhr
Hallo Thomas,
das ist nicht so einfach, denn kommerzielle Eiscreme enthält viel mehr Luft als die selbstgemachte. Luft ist günstig und macht cremig…
Ein Trick ist die Zugabe von etwas Alkohol; das Baileyseis ist z. B. stets cremig.
Generell hilft auch das Hinzufügen von Eigelb wenn man das verträgt. Wäre dannn aber ein anderes Rezept.
Meine Empfehlung: öfters machen. Käsekucheneis bedeutet übrigens noch weniger Aufwand. Einfach mal testen…
Thomas
17. Juli 2009
14:45 Uhr
Super. Danke!
Heute abend stehen wieder 2L Vanilleeis auf der Liste, da werde ich mich gleich mal versuchen.
Gruß
Thomas